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Tunesien – Nördlichstes Land Afrikas
Die Präsidialrepublik mit seiner Hauptstadt Tunis hat eine Fläche von 163.610 km und ca. 10. Millionen Einwohner. Die tunesische Republik ist ein Staat in Nordafrika und hat als Amtsprache Arabisch und als Bildungssprache Französisch. Die Insel Djerba mit ihren 514 km² gehört ebenfalls zu Tunesien. Das Land gehört zu einem der wohlhabensten Länder Afrikas.
Geografisch betrachtet grenzt Tunesien mit seiner Küste (ca. 1.300 km) im Norden und im Osten an das Mittelmeer und im Westen an das Nachbarland Algerien sowie im Süden an Lybien. Tunesien ist das nördlichste Land Afrikas und Sizilien liegt nur 140 km Luftlinie entfernt. Insgesamt hat Tunesien viele Gebirge und Ebenen. Das Atlas Gebirge erstreckt sich im Nordwesten über Tunesien während parallel zur Nordküste die Gebirgzüge der Kroumirie verlaufen und nordöstlich das Mogod Berland welches im Cap Blanc in einer steilen Felsküste ins Mittelmeer abfällt. Die Sahelzone liegt zwischen Hammamet und Skhira, sowie Sousse und Sfax entlang der Mittelmeerküste. Sie ist durch die regenbringenden Ostwinde sehr fruchtbar und man findet daher auch eine große Anzahl von gepflanzten Olivenbäumen. Erwähnenswert ist noch die Djeffara Ebene welche durch das Kalksteinplateau Dahar vom Erg (Dünenebene der Sahara) getrennt ist. Sie verfügt über malerische Lagunen und vorgelagerte Inseln.
Wer in Tunesien Urlaub macht sollte sich auf ein mediterranes sowie arides (trocken heisses) Klima einstellen. Von Norden nach Süden nehmen die Niederschläge ab und von Westen nach Osten leicht zu. Die Zentraltunesische Steppenregion ist bekannt für ihr wechselhaftes Klima mit heissen Sommer und ihr kalten Winter während der Norden winterfeucht und sommertrocken ist. Südlich des Atlasgebirges erreichen die Temperaturen im Sommer bis 45 Grad Celsius. Im Sommer ist es zumeist trocken (subtropische Hochdruckzone) in seltenen Fällen kommt es zu Niederschlägen im Süden. Während dessen herrscht an der Nordküste feuchtwarmes Klima welches den Regenfeldanbau ermöglicht. Die Bevölkerung Tunesiens besteht zu 98% aus Arabern und arabisierten Berbern. Ausserdem findet man noch einige Minderheiten wie Franzosen oder Italiener, die hier ansässig geworden sind. Staatsreligion Tunesiens ist der Islam und etwa 99% der Einwohner sind sunnitische Muslime. Auf der Insel Djerba befindet sich die wahrscheinlich älteste Synagoge des Judentums („La Ghriba“). Aufgrund des Klimas leben 70% der Bevölkerung im Norden des Landes vor allem an den Küsten.
Bekannt ist Tunesien vor allem für sein Kunsthandwerk wie der Teppichherstellung, der Weberei, Lederverarbeitung, Korbwarenherstellung und das Schmieden von Schmuck oder auch die Verarbeitung von Korallen. Sehenswertes in Tunesien sind beispielsweise die große Anzahl an erhaltenen römischen Mosaiken. Das Museum Le Bardo (ca. 4 km westlich des Stadtzentrums von Tunis) beherbergt die bedeutensten archäologischen Funde. Für Konzerte wird heute noch das größte bis heute konservierte römische Amphitheater (in der Stadt El Djem) genutzt. Durch den französischen Einfluss stösst man besonders im Stadtbild von Tunis immer wieder auf die Hinweise der Einwanderungswellen (Place de Barcelone in Tunis) in der Vergangenheit. Die Straßenbeschilderung ist oft auf Französisch. Tunesien besticht mit seiner vielfältigen Küche mit einer Mischung aus französischer, italienischer und berberischer Küche.
Witschaftlich steht das Land in Afrika weit vorne neben den wichtigen Bodenschätzen wie Erdöl und Erdgas und Phosphate (Düngemittelherstellung) lebt Tunesien noch von der Landwirtschaft (Zitrusfrüchte und Gemüse sowie Rinderhaltung) und vom Tourismus. Größere Bedeutung hat auch der Weinanbau sowie der Export von Olivenöl.
Internationale Flughäfen Tunesiens liegen bei Tunis, Al Munastir sowie auf der Insel Djerba. Das Eisenbahnnetz ist gut ausgebaut und das Straßennetz zu 60 % befestigt. Tunesien eignet sich für einen Badeurlaub an der Mittelmeerküste. Hier verbringen jährlich fast 4 Millionen Urlauber ihre Ferien. Besonders beliebt sind die Orte Hammamet, Nabeul, Sosse, Monastir sowie die Insel Djerba. Wer noch gerne neben dem Badeurlaub etwas anderes erleben möchte für den bieten sich Tagesausflüge in die Sahara oder an die archäologischen Fundstellen wie Karhago an.
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